Kapitel 7 – Zehn Kilogramm Gusseisen und Ballast-Tetris
Robbe hatte für die Atlantis einen Gusseisenballast vorgesehen. In meinem Modell waren es rund zehn Kilogramm. Bevor ich den Eisenklotz für alle Ewigkeiten im Rumpf versenke, habe ich noch ein M6-Gewinde hineingeschnitten, an dem die Hebevorrichtung für das Modell befestigt werden konnte.
Der rund zehn Kilogramm schwere Gusseisenballast musste zuerst an seinen Platz. Das schwere Ding wollte sich nicht ohne gutes Zureden an die vereinbarte Stelle bewegen. Und es bildete im Rahmen der Probemontage der erste Schweiß auf meiner Stirn.
Ich wollte ihn sicher befestigen und gleichzeitig verhindern, dass Wasser in Hohlräume gelangte. Dafür verwendete ich dickflüssiges Silikon. Ich brachte eine kräftige Raupe auf den Boden des Rumpfes auf, setzte den Ballast ein und bewegte ihn über das vorhandene M6-Gewinde ein wenig hin und her. Dadurch sollte sich das Silikon unter dem Gusseisen verteilen. Besonders sorgfältig arbeitete ich im Bereich der Ruderdurchführung. Dort sollte kein Wasser in den Rumpf gelangen. Auch die Oberseite des Ballasts dichtete ich ab, damit sich später keine Feuchtigkeit in Hohlräumen sammeln konnte.
Anschließend musste das Silikon vollständig aushärten. Beim Anheben an der vorgesehenen Stelle neigte sich das Heck nach unten. Der ausgemessene Hebepunkt lag schlicht nicht genau über dem Schwerpunkt. Den Hebepunkt wollte ich deshalb noch anpassen.

